www.1001km.ch
© by Dani B
Landschaft im Chaco

Reiseberichte

Home News Motorrad Ausruestung Reiseberichte Gallery Ueber uns Sponsoren

Argentinien Trans Chaco  28-31.03

In Asuncion geht es über die Grenze mal wieder nach Argentinen. Der Chaco, so wird diese Gegend genannt, erstreckt sich von Bolivien über den Westlichen Teil von Paraguy und den Norden von Argentinien. Jährlich findet hier die Trans-Chaco Rally statt die neben der Dakar zu den härtesten Rallys zählt. Der Chaco wird auch für uns zum Härtetest, zum einen finden wir in der Gegend um Formosa keine Unterkunft und auch keine Möglichkeit zum wild campen, zum anderen regnet es teilweise wie aus Kübeln. Wir übernachten zur Abwechslung mal an einer Tankstelle, natürlich ohne Zelt. Mit wenig Schlaf fahren wir am nächsten Tag im strömenden Regen weiter, müssen aber einige Pausen einlegen weil der Regen teilweise so heftig ist das dass fahren richtig gefährlich wird. Die Strasse verläuft wie auf einem Damm leicht erhöht, links und rechts davon ist die ganze Gegend unter Wasser. Auch einige kleine Dörfer und Häuser stehen im Wasser aber die Bewohner scheint das nicht zu stören, ist so als ob das hier ganz normal wäre. Das Orakel von Garmin findet im kleinen Ort mit dem klingenden Namen "Pampa del Indio" ein Hotel keine 130 km entfernt, also praktisch um die Ecke, da wollen wir hin, schliesslich ist so ziemlich alles nass und eine warme Dusche würde auch nicht schaden. Die Asphaltstrasse wird immer schlechter, teilweise sind mehrere Meter einfach abgerutscht oder weggespült.Nach ein paar Kilometern taucht es dann auf, das beliebte orangene Strassenschild mit der Aufschrift "Obra en Construcion, Desvio 10 km", = Baustelle 10 km Umleitung. Besonders Yvonne erfreuen die nächsten Kilometer denn die an sich gut zu fahrende Schotterstrecke wurde durch die Baustelle mit Erde bedeckt die sich nun Dank der Regenfälle in ein Schlammbad verwandelt hat, an den kritischen Stellen muss Yvonne wohl oder übel absteigen und zu Fuss  durch den Matsch gehen, zu zweit und mit Hausrat auf dem Motorrad ist das nicht zu schaffen. In Pampa del Indio angekommen erweist sich das Hotel als Glückstreffer, sauber und erst noch relativ preiswert. Die Zufahrt zum Dorf steht allerdings 30 cm unter Wasser aber so können wir wenigsens die Stiefel noch waschen. Tags darauf hat sich das Wetter gebessert und frisch gestärkt kommen wir auf der Ruta16 schnell vorwärts. Die Argentinier haben begriffen was die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist, eine Gerade. Von Formosa bis nach Salta geht es 800 km nur geradeaus, nicht eine einzige Kurve, einfach zu fahren und trotzdem verzeichnen wir auf dieser Strecke den ersten Sturz, auf der Suche nach einer Unterkunft fahren wir in ein Dorf und auf dem Rückweg zur Tankstelle übersehe ich im Schlamm eine Vertiefung, das Vorderrad rutscht weg und  schon liegen Yvonne und Trudy im Dreck. Ein kräftiger Argentinier hilft mir beim aufstellen, während Yvonne die unvermeidlichen Fotos macht. Der Schaden hält sich in Grenzen, rechter Rückspiegel richten und es kann weitergehen. An der Tankstelle spricht uns darauf ein Brasilianer an der die ganze Aktion beobachtet und fleissig fotographiert hat. Er hat sich vor drei Monaten bei einer ähnlichen Aktion mit seiner Suzuki V-Strom das Schlüsselbein gebrochen. Da haben wir ja noch mal Glück gehabt. Erst kurz vor Salta finden wir eine Unterkunft, die Übernachtungsmöglichkeiten sind rar an dieser Strecke und wild campen ist nicht möglich weil Abseits der Strasse immer noch alles unter Wasser steht. Bilanz des Tages: 750 km gefahren das ist neuer Rekord und zum erstenmal umgefallen. Unser Weg nach San Pedro führt über den Paso de Jama was uns anfänglich ein wenig Sorgen bereitet. Schliesslich ist es bereits April und damit Herbst in Südamerika. Auf 4800 M.ü.M kann es schon mal schneien. Unsere Sorge ist aber völlig unbegründet, im Gegenteil, diesmal haben wir im Gegensatz zum Januar als wir den Pass in umgekehrter Richtung überquert haben Königswetter mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen im zweistelligen Bereich. Da es wohl schon länger nicht mehr geregnet hat ist auch der Salzsee "Salinas Grandes" trocken und damit problemlos befahrbar. Wir nutzen die Gelegenheit und drehen eine Runde auf dem Salzsee, mal was anderes als Asphalt und Schotter. weiter gehts in Bolivien zum Salar de Uyuni