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Rio Paraguy

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Paraguay 24-28.03

Über ein kurzes Stück Brasilen erreichen wir die Grenze zu Paraguay bei der Stadt Ciudad del Este . Die Zollformalitäten erweisen sich wieder erwarten als relativ problemlos. Einzig das Büro das für die Einfuhr des Motorrads zuständig ist mussten wir suchen. Die ersten Kilometer in Paraguay sind wie der Eintritt in eine andere Welt. Ciudad del Este ist das Einkaufsparadies für Brasilaner und Argentinier, hier werden vor allem Elektronikartikel und Kleider die garantiert nicht gefälscht sind zu niedrigen Preisen verkauft. Grössere Händler beschäftigen Vermittler die gleich nach der Grenze an der Strasse auf ihre Opfer lauern, mit dem Prospekt ihres Arbeitgeber in der Hand rennen uns einige von ihnen duch den Stadtverkehr hinterher. Wenn die das den ganzen Tag so machen brauchen sie abends nicht mehr ins Fitnesscenter zugehen.   Wir verlassen die Stadt auf kürzestem Weg, schliesslich sind wir nicht zum Einkaufen hier. Etwas ausserhalb ist es dann soweit: Der erste Bancomat in Paraguay macht uns zu Millionären 1,5 Millionen Guarani überlässt er uns ohne Widerrede. Sind zwar nur etwa 300 Franken aber trotzdem, wer hat schon mal über eine Million Cash in den Händen. Seit langem treffen wir auch wieder einen anderen Motorradfahrer an. Der  Norddeutsche Ingwer ist schon 9 Monate unterwegs, ist in Alaska gestartet und hat schon 65000 km abgespuhlt. Respekt! Auf dem Weg Richtung Hauptstadt Asuncion werden wir langsam etwas misstrauisch, soll ja einige korrupte Beamte geben in Paraguay ,aber das übertifft unsere schlimmsten Befürchtungen alle paar Kilometer eine Polizeikontrolle meist gleich 10-20 Uniformierte stehen am Strassenrand und kontrollieren den Verkehr. Es dauert nicht lange und auch wir werden angehalten. Pass zeigen und die üblichen Fragen woher und wohin beantworten dann dürfen wir weiterfahren. Kurz vor unserem Tagesziel werden wir zum zweiten Mal angehalten. Diesmal habe ich keine Lust noch mal den Pass hervorzukramen, bevor der Polizist zu Wort kommt ergreife ich die Inititaive und frage ihn nach dem Weg zum Pueblo del Sol, brav erklärt er den Weg und wünscht uns noch eine gute Reise. Keine Ausweise zeigen und auch kein Schmiergeld zahlen. Die Polizei ist sogar in Paraguay dein Freund und Helfer. Wir haben ein Zimmer im Pueblo del Sol, einem Hotel das von dem ausgewanderten Deutschen Rolf geführt wird reserviert. Rolf erklärt uns auch gleich den Grund für die vielen Polizeikontrollen. Für den nächsten Tag soll ein Generalstreik in der Hauptstadt Asuncion angekündigt sein, was so alle 10 Jahre vorkommt, jeder will mehr Lohn,die Indianer wollen mehr Land usw. Jeder will etwas. Auch die Busfahrer streiken. Darum der grosse Polizeiaufwand. Der Streik war aber nicht so schlimm wie befürchtet. Die vier Tage bei Rolf waren interresant, wir bekamen einen Einblick wie die "Auswanderer" so  miteinander leben. Auch einige andere interessante Dinge haben wir erfahren, so ist es beispielsweise Verboten betrunken Autozufahren. Wer erwischt wird muss eine Busse bezahlen und einen Liter Wasser trinken und dazu gibt es noch einen Kaugummi, anschliessend ist er ja wieder nüchtern und darf weiterfahren. Landschaftlich hat Paraguay nicht sehr viel neues zu bieten, alles ist schön grün man fühlt sich fast wie in Europa. Die Highlights fehlen uns und so beschliessen wir nach ein paar Tagen weiterzufahren. Die Reifen sind langsam am Ende und Martina von der Villakunterbunt kann meinen zweiten Reifensatz den ich in Valparaiso deponiert habe nur innerhalb Chiles verschicken. Wir werden statt direkt nach Bolivien über Argentinien zurück nach San Pedro de Atacama fahren und dort die Reifen abholen. Sind ja nur ca.1500 km weiter gehts in Argentinien Transchaco