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Iguazu Wasserfälle

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Argentinien Misiones 14.-17.03

Der Grenzübertritt von Uruguay nach Argentinien verlief problemlos. Der Wettergott meint es aber Heute nicht sehr gut mit uns. Nachdem es den ganzen Tag sporadisch einzelne Tropfen gab künden nun schwarze Wolken ein Gewitter an. Es ist bereits 18 Uhr und wir sollten uns sowieso langsam auf die Suche nach einem Hotel machen. Dann fallen die ersten Tropfen und keine 30 Sekunden später hat sich die Frage Regenkombi anziehen oder nicht erledigt. Innert Sekunden sind wir nass bis auf die Haut. Das muss die Sintflut sein. Schon nach eine paar Minuten fliessen ganze Bäche über die Strasse und die Sichtweite tendiert gegen Null. Was einige Argentinier natürlich  nicht davon abhält ohne Licht zu fahren oder einfach mitten auf der Strasse anzuhalten. Mit einigem Glück finden wir ein paar Minuten später ein Hotel mit gedecktem Parkplatz. Tags darauf geht es weiter auf der Routa 14, unsere Motorradklamotten sind immer noch nass, mit der Sonne und dem Fahrtwind  trocknen sie aber schnell . In Südamerika trifft man sehr häufig auf Polizeikontrollen, wir wurden aber nur sehr selten angehalten. Zwei mal mussten wir in Argentinien den Pass zeigen aber die Polizisten wollten eigentlich nur das Motorrad begutachten, den Führerausweis oder gar den Internationalen Führerausweis wollte nie jemand sehen. Alles immer sehr freundlich und locker. Heute allerdings werden wir auf der Routa 14 die in diesem Bereich 4 spurig ist und den Charakter einer Autobahn hat von der Polizei angehalten. Diese Polizisten haben kein Interesse am Motorrad und behaupten gar ich sei zu schnell gefahren. 90 statt 40 km/h im Bereich einer Ausfahrt. Ich stelle mich vorsichtshalber mal dumm und verstehe plötzlich überhaupt kein Spanisch mehr. Hilft aber alles nichts, der Polizist holt eine Tabelle mit den Tarifen hervor  und zeigt mir das Bündel Peso die mein Vorgänger bezahlt hat. 650 Pesos will er von uns haben. Umgerechnet etwa 80 Franken für 50 km/h zu viel, ein Sonderangebot verglichen mit Schweizer Verhältnissen. Am nächsten Tag erleben wir eine erfreulichere Begegnung. An einer Tankstelle werden wir von einem Mann im T-Shirt der Schweizer Armee in bestem Schwizerdütsch angesprochen. Der Mann ist Schweizerisch- Argentinischer Doppelbürger und hat 20 Jahre in der Schweiz gelebt. Seit einem Jahr ist er zurück in Argentinien und versucht eine Transportfirma aufzubauen. Spontan lädt er uns zu einem Kaffee bei sich zu Hause ein. Von Ihm erfahren wir einige intressante Dinge, so hat sein Grossvater, ein ausgewanderter Schweizer zusammen mit zwei anderen die Stadt Puerto Esperanza (Hafen der Hoffnung) die heute 30000 Einwohner zählt gegründet. Extra für uns öffnet er das Dorfmuseum mit Gegenständen aus den Gründungstagen und wir kommen in den Genuss einer Privatführung. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank.

Puerto Iguazu

In Puerto Iguazu haben wir zum zweiten mal auf dieser Reise vorgängig eine  Unterkunft gebucht. Schliesslich wollen wir von hier aus die Wasserfälle und das Kraftwerk Itaipu besichtigen. Die Unterkunft, eine Cabana hat allen Luxus, Fernseher, Kochherd und sogar einen Kühlschrank. Sowas sind wir nicht mehr gewohnt. Einen klitzekleinen Nachteil gibt es allerdings, wir sind ca. 5 km vom Dorf entfernt und die Zufahrtsstrasse führt die letzten 800 m über eine holprige Erdpiste. Kein Problem solange es nicht regnet. In den nächsten Tagen wird es allerdings häufiger regnen und die Erdpiste verwandelt sich in eine Schlammpiste. Macht Spass mit dem Motorrad und sorgt für leicht erhöhten Puls.   Wir buchen für den nächsten Tag eine Bustour zu der Brasilianischen Seite der Wasserfälle inklusive Besichtigung des Kraftwerkes Itaipu. Wir befinden uns hier im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraguay und das Motorrad müsste an jeder Grenze  aus und wider eingeführt werden. Mit dem Bus geht alles viel einfacher, der Fahrer erledigt die Formalitäten an der Grenze für alle Insassen.

Iguazu Wasserfälle 

Wir waren uns nicht ganz sicher ob sich die Besichtigung der Iguazu Wasserfälle wirklich lohnt, schliesslich haben wir die Niagara Fälle in Kanada schon gesehen. Nachdem wir nun die Argentinische und die Brasilianische Seite der Iguazufälle besichtigt haben ist der Fall klar: Die Niagara -Fälle sind ein Klacks dagegen. Die Iguazufälle sind einfach eine andere Liga, so etwas gewaltiges kann man sich gar nicht vorstellen. Wobei es sich nicht um einen Wasserfall handelt sondern im gesamten um 265. Um auf der Argentinischen Seite zur Aussichtsplattform, beim höchsten und spektakulärsten Fall dem "Garganta del Diablo" ( Rachen des Teufels) zu kommen, läuft man über einen Kilometerlangen Steg über den Fluss. Welche Seite der Fälle nun die schönere ist kommt wohl auf den persönlichen Geschmack an: Yvonne gefällt Brasilien besser und mir Argentinien.

Itaipu Kraftwerk

Seit die Chinesen ihr Drei-Schluchten Kraftwerk in Betrieb haben ist Itaipu "nur" noch das zweitgrösste Kraftwerk der Welt. 14000 Megawatt erzeugt durch 20 Francisturbinen sind aber eine ganze Menge Strom. Zum Vergleich, das entspricht der Leistung von rund 11 Kernkraftwerken wie Leibstadt. Die Grössenverhältnisse sind imposant die zugehörige Staumauer ist rund 8 km lang und fast 200 m hoch und der Stausee dahinter 2,5 mal so gross wie der Bodensee. In den Zulaufrohren zu den Turbinen könnte man locker einen Reisebus verstecken. Das Kraftwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Brasilien und Paraguy das rund 80%  seines Strombedarfs mit diesem Kraftwerk deckt.Wer es genau wissen will, hier der Link zum Wikipedia Artikel weiter gehts in Paraguay