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Home News Motorrad Ausruestung Reiseberichte Gallery Ueber uns Sponsoren Carretera Austral 08.02.2014  In Puerto Montt beginnt die Carretera Austral die über 1350 km nach Villa O Higgins führt, soweit wollen wir nicht, denn die letzten 200 Kilometer führen in eine Sackgasse, nur zu Fuss geht es da noch weiter. Der grösste Teil der Carretera ist noch Schotter, allerdings wird fleissig an diversen Abschnitten gebaut und irgendwann wird die ganze Strecke Aspaltiert sein. Wir starten also in Puerto Montt noch bei Sonnenschein auf einer guten Teerstrasse. Nach ein paar Kilometern beginnt die Schotterstrecke, und pünktlich dazu beginnt es auch zu regnen. Nach ein paar weiteren Kilometer ist die Strasse ganz zu Ende und es geht nur noch mit einer Fähre weiter. Das wiederhohlt sich noch drei mal, 10 bis 60 Kilometer Schotterstrecke dann Fähre, wieder Schotter. Schlussendlich kommen wir in Chaiten an, die Stadt die 2008 durch einen Vulkanausbruch fast vollständig verschüttet wurde. Mittlerweilen sind grosse Teile der Stadt wieder aufgebaut und die ganze Infrastruktur funktioniert wieder.  Zum Glück sind wir schnell genug und haben noch ein Hostel gefunden, bevor ganze Horden von Backpackers die Stadt erstürmen. Mittlerweilen hat sich nämlich das typisch Patagonische Wetter mit 5 Minuten Regen, 5 Minuten Sonne verabschiedet und einem Dauerregen Platz gemacht. Da der Wetterbericht keine Besserung verspricht beschliessen  wir noch einen Tag zu bleiben.                               Am  nächsten Tag fahren wir zum Vulkan zurück, denn wir auf der Fahrt nach Chaiten passiert haben aber im Regen gar nicht bemerkt haben. Denn Vulkan kann man auf einem Wanderweg durch den Regenwald besteigen. Kaum angekommen setzt wieder heftiger Regen ein und wir brechen die Besteigung ab.  Zurück in Chaiten an der ersten und einzigen Tankstelle im Ort sprechen uns zwei Chilenen an die ebenfalls mit Motorrädern von Süden nach  Norden unterwegs sind, Sie warnen uns vor dem nächsten Streckenabschnitt ca. 160 km bis zum Ort La Junta, es sei eine einzige Baustelle mit tiefem Schotter, und schlammigen Abschnitten. Da die Wettervorhersage für den nächsten Tag noch mehr Regen vorhersagt beschliessen wir bei solchen Aussichten noch mal einen Tag zu warten. Tatsächlich regnet es am nächsten Tag nur einmal, und zwar richtig, gepaart mit heftigen Sturmböen.  Tags darauf fahren wir weiter ca. 220 km bis Puyuhapi. Die zwei Chilenen hatten recht, das war wirklich die übelste Strasse die wir bis jetzt gefahren sind,100 km fast nur Baustelle mit vielen Umleitungen, Schlammpassagen und tiefem Schotter aus faustgrossen Steinen. Wettertechnisch war heute ein guter Tag, es regnet ca. 15 Mal, dass bedeutet das es ebenso oft auch wieder aufhört. In Puyuhapi treffen wir bei der Hostelsuche auf zwei Deutsche Motorradfahrer die Richtung Norden unterwegs sind. Wir beschliessen mit Ihnen eine Cabana zu teilen.  Am nächsten Tag trennen sich unserer Wege, wir fahren weiter nach Coihayque 100 km diesmal gut zu fahrenden Schotter und ca. 100 km Asphalt. Dafür regnet es heute nur einmal, nämlich von morgens bis abends. Der Wetterbericht verspricht Besserung für den nächsten Tag an dem unser Ziel Puerto Tranquilo am Lago General Carrera heisst. Tatsächlich lässt sich wieder einmal die Sonne blicken und wir kommen auf der Asphaltstrasse zügig voran, allerdings nur die ersten 50 km dann folgt wieder Schotter. Die ersten Kilometer sind mit tiefen Spurrillen aus losem Kies und gleichzeitig böigen Seitenwind nicht wirklich lustig zu fahren. Danach wird es besser und ich kann endlich einmal ausprobieren ob auf Schotter 100 km/h drin sind. Klappt einwandfrei. Entsprechend früh kommen wir in Puerto Tranquilo an. Nachdem wir ein Hostal gefunden haben buchen wir noch für den gleichen Tag eine Bootstour zu den berühmten Marmorkapellen. Und die ist jeden Peso Wert, nicht nur wegen der Marmorkapelle, sondern wegen der Bootsfahrt dahin. Bei dem heftigen Wind, sind auf dem See meterhohe Wellen, die Bootsfahrt erinnert stark an Riverrafting. Wir sind jedenfalls froh über die wasserdichten Motorradklamotten, den das Paar hinter uns, ist am Schluss nass bis auf die Haut.

Reiseberichte

Los Antiguos Argentinien

In Puerto Tranquilo treffen wir einen Argentinier aus Ushuaia der mit einer Suzuki V-Strom unterwegs ist. Er berichtet das er 12 Stunden für den Paso Robaillos gebraucht hat und rät uns statt dessen die Nebenstrasse entlang des Lago General Carrera Richtung Los Antiguos zu nehmen. Das machen wir auch und tatsächlich entpuppt sich die Strecke als landschaftliches Highlight und ist auch noch gut zu fahren. In Chile Chico überqueren wir die Grenze zu Argentinien. Dieses mal haben wir Glück am Zoll und die ganze Prozedur ist nach einer halben Stunde erledigt. Wir übernachten in einer Cabana auf dem Campingplatz damit wir die Koffer unter der Dusche reinigen können. Ein Yoghurtbecher aus dem Reiseproviant hat nämlich die Holperpiste nicht überstanden und den ganzen Inhalt im Koffer verteilt. Wegen der teuren Cabana haben wir nun ein finanzielles Problem. Unsere Argentinischen Pesos sind am ausgehen und der einzige Bancomat in Los Antiguos ist leer. Ist ja schliesslich Sonntagabend und die Argentinier haben übers Wochenende den Bancomat geleert. Wer nun glaubt das am Montagmorgen der Bancomat wieder verfügbar ist, der irrt. Immer noch kein abheben möglich, dafür ist in der Schalterhalle der einzigen Bank eine Warteschlange die bis zum Eingang reicht. Das bedeutet mindestens eine Stunde anstehen das wollen wir uns nicht antun. Zumal im 60 Kilometer entfernten Perito Moreno ebenfalls ein Bancomat stehen soll. Wir fahren also weiter bis ins Dorf Perito Moreno, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gletscher. Dort das gleiche Bild, Bancomat leer und Warteschlange in der Bank. Wir fahren trotzdem weiter, irgendwann werden wir schon noch zu Pesos kommen. Nach weiteren 250 km mit zum Teil heftigem Gegenwind ist dann allerdings der Tank fast leer und wir sind froh eine Tankstelle zu erreichen. Auf der Karte hat man den Eindruck es müsse eine kleine Stadt oder zumindest ein Dorf sein. Tatsächlich stehen hier ausser der Tankstelle nur ein paar Wellblechhütten. Kein Bancomat weit und breit. Der Tankwart will nur Cash  und ich bezahle schliesslich mit Dollars zu einem ziemlich schlechten Wechselkurs. Aber  uns bleibt nichts anderes übrig, wir haben umgerechnet noch für 7 Franken Pesos und die nächste Stadt ist 250 km entfernt. Da wir uns nun weder Hostel noch Campingplatz leisten können, übernachten wir in der Argentinischen Pampa, mit schöner Aussicht, aber heftigem Wind, was in Patagonien dazugehört. Irgenwann passieren wir auf der Routa 40 das Schild bei Kilometer 1001 das  hervorragend zu unserer Hommepage passt. Unser nächstes Ziel ist Tres Lagos, nach dem Namen, kann es dort ja nur schön sein. Unser Plan ist zwei bis drei Tage dort bleiben und von Tres Lagos aus den Fitz Roy sowie den Perito Moreno Gletscher  zu besichtigen. Also machen wir uns auf den Weg zum 200 Kilometer entfernten Tres Lagos, davon wiedereinmal 120 km Schotterstrasse der übleren Sorte mit zusätzlich heftigem Seitenwind. Von weitem sehen wir ein paar Häuser, aber weit und breit kein See das kann unmöglich Tres Lagos sein. Das Navi reklamierte aber ziemlich schnell, bitte wenden, und tatsächlich diese paar verstaubten Häuser ohne See sind Tres Lagos. Wir habe ja schon einiges gesehen, aber dieses Kaff ist  wohl das trostloseste das wir bis jetzt erlebt haben. Kein Mensch zu sehen, die zwei kleinen Läden scheinen geschlossen zu sein, sonst nichts ausser Schotter der bei den meisten Häusern bis zur Eingangstüre reicht. Keine Gärten, kein Zentimeter Asphalt. Die Tankstelle die es hier geben sollte ist auch nicht zu finden. Also nichts wie weg hier. Zum Glück reicht das Benzin noch bis El Chalten, dem Touristenort am Fuss des Fitz Roy. Hier übernachten wir in einem Hostel das wieder erwarten nicht mal so teuer ist. Da wir nicht Wandern wollen begnügen wir uns damit den Fitz Roy aus einiger Entfernung zu Fotografieren.

Perito Moreno

Tags darauf fahren wir zum nächsten Touristenort, nach El Calafate. Dieser Ort ist der Ausgangspunkt zum berühmten Perito Moreno Gletscher. Es ist erst kurz nach Mittag als wir in El Calafate ankommen deshalb beschliessen wir gleich bis zum Gletscher zu fahren. Nach 50 km der Eingang zum Nationalpark, wir bezahlen pro Person 130 Argentinische Pesos umgerechnet etwa 16 Franken. Weitere 30 km später gehts es nur noch mit dem Bus weiter, der uns vom Parkplatz bis zum Aussichtspunkt vor den Gletscher bringt. Auf der Halbinsel vor dem Gletscher sind Stege mit Aussichtsplattformen verlegt auf denen man gefahrlos relativ nah an den Gletscher herankommt. Die Aussicht ist gewaltig, man steht vor der 50 bis 60 Meter hohen Eiswand und wartet bis ein Stück Eis abbricht und in den See stürzt. Immer wieder kracht und knackt es im Eis. Diese Aussicht ist jeden Peso wert, so etwas bekommt man in Europa nicht zu Gesicht.  Wir bekommen tatsächlich einige kleinere Abbrüche zu sehen, sind aber jedes mal zu langsam mit dem Fotoapparat. Um 18 Uhr fährt der letzte Bus zurück zum Parkplatz und wir müssen uns beeilen um in noch zu erwischen. Da man im Park nicht übernachten darf fahren wir zurück zum Eingang. Der Wächter erklärt uns den Weg zum nächsten Campingplatz, der sehr schön sein soll.  Einige Kilometer weiter auf der Hauptstrasse, rechts abbiegen 30 km Schotter und schon stehen wir vor einem der bisher schönsten Campingplätze am kleinen See Lago Roca. So schön das wir gleich zwei Tage bleiben.

Torres del Paine 14.02.2014

Seit einigen Tagen sind wir in Argentinien. Der Nationalpark Torres del Paine liegt aber in Chile, also wieder mal über die Grenze. Wir nehmen den kleinen Grenzübergang bei Cancha Carrera der zwar nicht asphaltiert ist, dafür aber auch weniger Verkehr hat. Wir passieren die Grenze in der neuen Rekordzeit von 20 Minuten. Es ist bereits 9 Uhr abends, als wir auf dem Weg zum Park eine Herberge passieren. Da man im Park nicht wild campen darf beschliessen wir zu bleiben zumal ich langsam  richtig müde bin den der Weg war die letzten 60 km wieder nur Schotter. Diese Herberge erweist sich aber bald als die mit Abstand schlechteste  und teuerste Übernachtung die wir je hatten. Zum Dumpingpreis von 65 Euro gibt es Kajütenbetten deren Bettinhalt wohl ebenso alt ist wie das rostige Bettgestell. Natürlich nur kaltes Wasser zum Duschen und in der ganzen Hütte keinen Strom. Zum Glück haben wir Taschenlampen dabei. Zum Vergleich: In Argentinien hatten wir schon Zimmer mit Klimaanlage, Flachbildschirm und warme Duschen für umgerechnet 20 Euro. Uns ist die Lust den Park zu besichtigen vergangen,Yvonne ist früh wach  und kann das obligatorische Foto der drei Türme in der Morgensonne  knipsen.

Punta Arenas 15.02.2014

Nach der Enttäuschung im Torres del Paine Park, starten wir früh am Morgen zur letzten Station auf dem Festland, Punta Arenas, bevor es mit der Fähre auf Feuerland geht. Das Wetter passt, ca. 20 Grad, Sonnenschein und  nur mittelmässiger Wind,ein Glücksfall in Patagonien. Normalerweise wird es kaum so warm und der Himmel ist bedeckt bei heftigem Wind. Im laufe des Nachmittags erreichen wir Punta Arenas und machen uns gleich auf die Suche nach einem Hotel oder Hostel, den die Fähre geht bereits um 9 Uhr morgens und wir wollen nicht am Morgen früh das Zelt abbauen. Leider scheinen fast alle Hostels ausgebucht zu sein. Bei der Hotelsuche treffen wir auf den Deutschen Steffen den wir bereits in El Calfate an einer Tankstelle getroffen haben. Er ist ebenfalls auf der Suche nach einem Hotel und hat die meisten bereits erfolglos abgeklappert. Gemeinsam fahren wir in einen anderen Stadtteil in dem sich laut meinem Navi ein Motel befinden soll. Tatsächlich haben wir diesmal Glück und es sind noch Zimmer frei. Mit eigener Garage und diskretem Schiebetor davor. Wir sind auch die einzigen die die ganze Nacht bleiben, den diese Zimmer werden hauptsächlich Stundenweise vermietet. Steffen hat das Japan Zimmer genommen und wir das schön farbige Indien Zimmer. Im Nachhinein verstehe ich auch die komischen Blicke der Frau an der Rezeption auf meine Frage nach einem dreier Zimmer. Steffen war wie wir im Torres del Paine Park, hat aber Dank besserer Vorbereitung die Richtige Abzweigung zu einem Campingplatz an der Lagune Amarga erwischt, und berichtet nun vom schönsten Platz den er je gesehen hat. Schade haben wir diese Abzweigung verpasst, dafür haben wir die mieseste Herberge Chiles gesehen.

Feuerland 16.02.2014

Nach drei Stunden Überfahrt mit der Fähre erreichen wir Porvenir auf Feuerland. Von hier aus sind es ca. 120 km bis zur Argentinischen Grenze bei San Sebastian. Mein Navi findet auch gleich die Militärische Abkürzung durch die Hügel auf einer schmalen Nebenstrasse. Spielt aber keine Rolle, den die Hauptstrasse bis zur Grenze ist ebenfalls nur Schotter. Erst auf Argentischer Seite gibts wieder Asphalt, und wir fahren noch 65 km weiter bis Rio Grande. Es ist bereits wieder Abend, das heisst  Tankstelle suchen und auftanken weil man nie weiss ob es am nächsten Tag noch Benzin gibt. Danach Hostel suchen, bei diesem Wind will niemand Zelten, Restaurant suchen, Bancomat suchen, nächsten  Bancomat suchen den heute ist Sonntag und die Bancomaten leer. Der sechste oder siebte Bancomat hat doch noch ein paar Pesos für uns. Somit kann es morgen weitergehen bis ans Ende der Welt. Nur noch 200 km bis Ushuaia.

Ushuaia  das Ende der Welt 17.02.2014

Yvonnes Plan ein Feuer auf Feuerland zu machen scheitert, den auf einem grossen Teil der Insel gibt es keine Bäume mehr. Feuerland scheint abgebrannt. Lediglich der  Süden kurz vor Ushuaia ist noch Bewaldet, der Rest eher Steppenähnlich und erstaunlich trocken. Kurz vor Ushuaia ist erst mal fertig mit dem lustigen Geradeausfahren. Richtige Berge über die ein richtiger Pass mit richtigen Kurven führt. Und meine Karte lügt auch wieder, hier sollte noch ein Schotterabschnitt kommen. Ist mittlerweilen aber komplett asphaltiert. Die Temperatur ist auf den letzten 200 Km rapide gefallen und es beginnt auch noch zu regnen. Das erleichtert uns die Entscheidung Campingplatz oder Hostel. Wir finden im Hostel Rio Ona auch noch eine bezahlbare Unterkunft. Ushuaia gilt als die teuerste Stadt in ganz Südamerika. Hier bleiben wir für zwei Tage um die obligatorischen Fotos zu machen, und den Nationalpark zu besichtigen. Im Nationalpark endet nach 3079 km auch die Routa 3 die von Buenos Aires bis nach Ushuaia führt. Wir werden diese Strasse bis nach Buenos Aires folgen und dabei feststellen ob all die Horrorgeschichten die wir schon so gehört haben über den heftigen Wind und die endlosen Geraden wahr sind.
Der Fitz Roy im Rückspiegel
© by Dani B