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© by Dani B
Lagune Cejar San Pedro de Atacama

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Bolivien Trip 01-09.04 2014

Nun sind wir wieder in San Pedro de Atacama angekommen. Wir übernachten  im gleichen Hostel in dem wir schon Anfang Januar waren. Wir buchen gleich mal für 4 Tage, da wir diverse Ausflüge von San Pedro aus unternehmen wollen. Einen Ausflug zu den Geysiren wollen wir mit dem Jeep buchen da die Geysire morgens um 5 Uhr am eindrücklichsten sind. Als wir so durch San Pedro schlendern und die Werbeplakate studieren um die Geysirentour zu buchen, sehen wir die Werbung für eine 4 Tage Lagunentour übers Bolivianische Altiplano ( Hochebene der Anden). Die Tour tönt vielversprechend. Im Hostel haben wir uns im Internet schlau gemacht und sind nur auf einen einzigen Reisebericht gestossen der diese Lagunentour mit dem Motorrad gefahren ist, für 80 Kilometer brauchte er einen Tag und campierte bei minus Graden auf über 4000 m.ü.M. Also dieses Hardcore campieren ist nicht unser Ding, dann doch lieber mit dem Jeep. Trudy dürfen wir die vier Tage im Hostel lassen. Morgens um 8 Uhr werden wir abgeholt. Beim Bolivianischen Zoll auf bereits 4000m Höhe werden wir in sechser Gruppen auf vier Jeeps verteilt, mit uns im Jeep sind noch drei Deutsche und eine Brasilianerin, und natürlich Guido unser Fahrer. Schon nach ein paar Kilometer sind wir heilfroh diese Tour mit dem Jeep zufahren, war ein guter Plan das Motorrad stehen zulassen. Die Strassen sind übelst !!! Guido fährt super, man merkt schnell das er diese Tour nicht zum erstenmal fährt, so können wir das grossartige Panorama geniessen, die schönen Lagunen, Geysire, wie auch die verschiedenen Gesteinsformationen, herrlich!! Unsere erste Nacht verbringen wir auf 4500 Meter. Mit Aspirin verschwand auch das bisschen Kopfweh schnell. Der zweite Tag, genauso überwältigend wie der erste, über die  Hochebene der Anden zufahren ist schon gewaltig, immer auf Höhen von über 4000 m.ü.M. Die höchste Stelle die wir passiert haben war auf 5000 Meter. Wenn man bedenkt das die Dufourspitze 4634 m.ü.M ist, und hier fährt man mit dem Fahrzeug Pässe auf über 5000 Meter. Die zweite Nacht verbringen wir in einem Salzhotel. Guido, unser Fahrer trainiert heimlich für die nächste Dakar-Rally, das sagt er zwar nicht, aber sein Fahrstil verrät ihn, er trägt zweifelsfrei das Gen „ Wo ich bin ist vorne“ in sich. Für uns hat das den Vorteil das wir als erste der Reisegruppe im Hotel ankommen und somit auch als erste in den Genuss der warmen Duschen kommen. Man weiss ja nie ob das Wasser für alle reicht. Am dritten Tag ist es soweit, ein Highlight das wir auf unserer Reise unbedingt sehen wollten. Den Salar de Uyuni den grössten Salzsee der Welt, mehr als 20 mal so gross wie der Bodensee oder ein Viertel der Schweiz. Der Salzsee sieht wie eine riesengrosse Schneelandschaft aus, gewaltig, alles weiss und alles Salz. Die letzte Station kurz vor Uyuni ist der Friedhof der Züge. Hier rosten im Wüstensand zahlreiche alte Dampflokomotiven vor sich hin. In Uyuni trennt sich die Reisegruppe, für die meisten ist hier Schluss nur wir und die Brasilianerin Lu wollen wieder zurück nach San Pedro. Wir verabschieden uns von Guido und dem Rest der Gruppe, für den Rückweg bekommen wir einen neuen Fahrer. Nach 3 Stunden Fahrt, es ist bereits dunkel, übernachten wir irgendwo in einem Dorf. Tags darauf heisst es früh aufstehen, wir starten bereits um 5 Uhr damit wir um 8 Uhr wieder bei der Grenze zu Chile sind. Frühmorgens erleben wir auch wie kalt es auf dem Altiplano werden kann, fast alle Lagunen sind über Nacht eingefroren. Es ist tatsächlich so, dass die Flamingos in den Lagunen über Nacht mit den Beinen festfrieren und sich erst wieder bewegen können wenn die Sonne das Eis geschmolzen hat. Zurück im Hostel erwartet uns ein freudige Überraschung, Susanne und Claudio sind noch in San Pedro. Wir haben sie kurz vor unserem Bolivien-Trip kennengelernt und nun haben sie uns zum Nachtessen eingeladen. Und was kochen sie für uns??  „Rösti mit Spiegelei“  Was für ein Genuss !! Vielen herzlichen Dank, und wir hoffen das wir uns irgendwo in Südamerika nochmals begegnen. In der Umgebung von San Pedro besuchen wir noch das Val de la Luna und die Lagune Cejar mit ihrem stark salzhaltigen Wasser. In der Lagune kann man Baden, was ich mir natürlich nicht entgehen lasse. weiter gehts von San Pedro nach Peru